Donnerstag, 15. November 2012

Der eine da im Spiegel

 An: jeden der sich selbst nicht sehen kann. und an mich, der sich sucht.

"Hey kleiner da im Spiegel, du siehst ja fast so aus wie ich. Wir besuchen dieselbe Schule, ich glaube ich kenn dich ziemlich gut." Was ist da dran? Wie gut kennt man sich selbst wirklich? Natürlich weiß man seinen Namen und auch wann man geboren wurde. Aber was hat dafür gesorgt, dass man so geworden ist wie man ist? Waren es eigene Entscheidungen? Oder der Einfluss deines Umfelds? Vielleicht von beidem ein bisschen. Aber trotzdem sind wir vielleicht nicht die, die wir sein wollen. Wir werden geformt, von allem was passiert. Oder wir formen uns selbst, durch alles was wir machen und durch die Entscheidungen die wir treffen. Und trotzdem machen sich nur die wenigsten Gedanken über sich selbst. Die meisten wollen nur, dass in ihrem Umfeld alles in Ordnung ist. Dann ist auch alles was sie tun in Ordnung. Was aber, wenn das nicht in Ordnung ist? Die meisten beginnen dann erst mal in ihren Umfeld nach Ursachen zu suchen. Sie sehen Leute die auf der Straße leben, und ignorieren sie einfach. Sie vergessen dass das auch Menschen sind. Menschen, deren Leben wie ein Spiegel zerspringt, wenn er mit Steinen beworfen mit. Und diese Steine werfen wir. Wahlos und ohne Ahnung was wir eigentlich tun, werfen wir. Halten diese Menschen für die Ursache unserer schlechten Seiten. Und wir sind davon Überzeugt, dass wir etwas besser machen. Wir denken dass wir anderen helfen. Und vielleicht Leben retten. Doch eigentlich zerstören wir nur welche.

Wer etwas ändern will, der sollte zuerst selbst in den Spiegel schauen. Einmal drüber wischen um die Flecken und den Staub weg zu fegen, der sich im Laufe der Jahre angesammelt hat. Sie sind ein Zeichen dafür, dass wir viel zu selten in den Spiegel schauen. Und somit viel zu selten auf uns selbst. Man sollte den Staub nicht außer Acht lassen, aber sobald er weg ist sieht der Spiegel wieder aus wie neu. Und man kann seine Augen auf das Spiegelglas richten. Sich selbst in die Augen schauen. Augen in denen man Gefühle und Erinnerungen sehen kann. Und Erlebnisse, die einen geprägt haben. Man kann in die Seele eines Menschen blicken, von dem man gedacht hatte ihn zu kennen.Wir betrügen uns alle gerne selbest, weil die meisten daran zerbrechen, was ihnen unter der Staubschicht des Spiegels entgegenlacht. Aber dann erkennt man dass es die Seele eines Fremden ist. Einem Fremden, mit dem man sich viel zu wenig beschäftigt hat. Vielleicht merkt man dann, dass das ein Fehler war. Man merkt dass man versucht hat die falschen Menschen zu ändern. Denn wer etwas ändern will, der sollte bei der Person die ihm aus dem Spiegel entgegenblickt anfangen.
Man sollte sich fragen: Wer bin ich? Wer war ich? Und wie möchte ich werden? Aber wie kann ich werden wer ich sein will? Es ist nicht einfach. Und vor allem nicht wenn man falsch beginnt. Man kann sich nicht finden, wenn man nicht weiß wo man sich suchen soll. Aber man kann sich selbst formen. Und man kann anderen Menschen helfen, indem man anfängt an sich selbst zu arbeiten. Man sollte darüber nachdenken was für Entscheidungen man getroffen hat und ob es die richtigen waren. Und man kann sich überlegen wie man weitermachen will. Denn so zeigt man anderen Menschen, dass man als einzelner etwas tun kann. Wenn man anfängt in den Spiegel zu schauen, und die Risse im Spiegelbild zu reparieren, dann kann man sich selbst kennen lernen. Und sobald die anderen Menschen anfangen auch in ihren Spiegel zu schauen, dann hat man einen großen Riss im eigenen repariert.
Genau deshalb sage ich euch: Wenn ihr anfangen wollt etwas zu ändern, dann beginnt mit dem der euch aus dem Spiegel entgegen blickt. Denn mit diesem Menschen werdet ihr noch ein weiten gemeinsamen Weg gehen. Und auf eurem Weg wird immer jemand sein, der dem Spiegelbild Risse zufügt. Es wird aber auch jemand da sein, der euch wachrüttelt, der euch an der Hand nimmt und euch zeigt wie wichtig es ist weiter zu machen. Dieser Jemand wird einige Risse in eurem Spiegelbild wieder unsichtbar machen, weil ihr ihm geholfen habt. Ihr habt ihm geholfen, indem ihr den ersten Schritt gemacht habt. Indem ihr euch selbst in die Augen geschaut habt, angefangen habt euch selbst zu erkennen. Und indem ihr angefangen habt mit euch selbst zu leben...

Donnerstag, 8. November 2012

Die Letzten Tage des Sommer

Das Licht schimmert bunt durch die farbenfrohe Vielfalt der Blätter. Taucht den verlassen Waldweg in gleißendes Licht. Eines der Blätter löst sich vom Ast und segelt langsam herunter. Bis es von einem Windhauch weitergetragen wird. Ein Regentropfen fällt aus dem blauen Himmel. Bei jedem Schritt knistert das Laub unter den Füßen. Und irgendwo in den Baumkronen zwitschern noch ein paar Vögel. Der Sommer geht zu Ende und macht Platzt für den Herbst. Den Vorboten des Winters.

Die Sonne schenkt uns noch einmal ihre wärmenden Strahlen, bevor die Nacht hereinbricht. Man kann noch ein paar Tiere hören die sich auf den Winter vorbereiten. Und man erinnert sich noch einmal an die vergangene Zeit. Den Sommer, in dem man viel erlebt hat. Es gab Momente der Freude, des Lachens und dem unbändigem Gefühl, dass einem alles möglich erscheint. Aber auch Momente der Traurigkeit, des Alleinseins und der Tränen. Momente an die wir uns wiedererinnern werden, wenn wir es wollen. Man lässt sich noch einmal Bewusst werden, dass man die Zeit genossen hat. Dass die Mischung aus Freude und Traurigkeit, des Lachens und des Weinens und des Miteinanders, einem gezeigt hat, wie wichtig es ist zu leben. Mit jedem weiterem Schritt nimmt diese Erinnerungen in sich auf. Man sieht einen Vogel, der die Flügel ausbreitet und abhebt. Und man stellt sich vor: Wie gerne würde ich jetzt auch fliegen können. Frei sein können. Hingehen wohin ich will. Und einfach alle Hindernisse hinter mir lassen. Der Sonne entgegen fliegen, ihr folgen. Und mit jedem Atemzug, jedem fallenden Blatt weiter träumen.
Wenn man die Sonne doch nur anhalten könnte. Oder sie in sich aufsaugen. Nur um sie in einem Moment der völligen Einsamkeit und Kälte, scheinen zu lassen. Und das geht. Wenn man es will.

Jeder Sonnenstrahl schenkt dir Wärme. Diese Wärme kannst du in dich aufnehmen. Das Licht kannst du durch deine Augen in deine Seele lassen. Und von dort wärmt es deinen Körper und strahlt von innen Licht aus. Licht das nicht nur für dich ist. Ein Licht das du jedem schenken sollst, der es braucht. Jemanden der in völliger Einsamkeit lebt und im Dunkeln sitzt. Die Augen sind das Fenster zur Seele, durch sie kannst du die Seele anderer wärmen und zum leuchten bringen.
Aber es gibt auch Augen durch die garkein Licht fallen kann. Augen, wie zerbrochenes Glas...oder wie ein zerbrochenes Herz. Doch genau hier kann das Licht der Sonne helfen Wunden zu schließen. Wenn man es strahlen lässt und zeigt , dass man Helfen kann. Und dass man helfen will.

Noch ein Schritt. Das Laub knirscht. Ein weiterer Regentropfen fällt vom Himmel und läuft wie eine Träne das Gesicht herunter. Es beginnt zu regnen. Und aus dem regen wird Schnee. Die Blätter vermischen sich mit den ersten fallenden Flocken. Etwas Wunderbares. Herbst und Winter existieren gemeinsam. Und sie zeigen das auch ein Miteinander zwischen zwei völlig verschiedenen Persönlichkeiten funktioniert. Und aus dem Schnee wird wieder Regen. Regen, der dich bis auf die Haut durchnässt. Aber dir zeigt wie es ist zu leben.
Und nach dem Regen kommt die Sonne wieder. Trocknet dich und beweist dir, dass immer Hoffnung besteht. Immer.

Plötzlich ist man wieder selbst mittendrin. Mittendrin in den letzten Tagen des Sommers.Und dann sieht man ihn wieder vor sich. Den Vogel, der langsam die Flügel ausbreitet, seinen Blick zur Sonne richtend auf den den richtigen Windstoß warten und abhebt. Du siehst den Vogel der Richtung Sonne fliegt. Bis du deine Schwingen ausbreitest und ihm folgst...

Donnerstag, 18. Oktober 2012

Und dann am leben bleiben

An: jeden von uns.

Dunkelheit. Stille. Man kann weder hören noch sehen. Ohne zu wissen warum. Man läuft blind und findet den Weg nicht. Man ist alleine. Die Dunkelheit, wie oft hat man sie sich gewünscht? Jetzt ist sie da und am liebsten will man sie sofort wieder loswerden. Hin liegen, nicht weitergehen müssen, keine Angst mehr haben. Das wünscht man sich in so einem Moment. Doch es ist nichts da. Keine Geräusche, keine Bewegungen. Nicht mal ein kleines Licht. Doch das könnte man jetzt gut gebrauchen. Ein Licht, das seine wärmenden Strahlen nach allen Richtungen ausschickt und uns ein bisschen Hoffnungen schenkt. Doch es ist nichts da. Nichts woher dieses Licht kommen könnte. Und nichts, was es zurück werfen könnte.
Doch dann streift dich ein kalter Luftzug. Wie ein Hauchen. Es lässt dich zusammen zucken. Du hast Angst. Ohne daran zu denken dankbar zu sein. Dankbar für dieses Zeichen. Es hat dir gezeigt dass du noch am Leben bist. Dass du noch nicht Gefühlstaub geworden bist und dass noch nicht alle Hoffnung verloren ist, wenn du noch daran glaubst. Und du musst daran glauben. Eine Träne fällt von deinen Augen und versickert im Boden. Ein Zeichen das du noch am Leben bist. Und dann musst du am Leben bleiben.

Denn genau in dieser Situation ist es Zeit um ein ehrliches Stück grundsolides Leben zu glauben. Es ist die letzte Ruhe vor dem Beben. Dem Beben das dich zurück bringt. Doch wenn du dich in dieser Situation versteckst und ohne den Gedanken an Erfolg einfach liegen bleibst, dann verpasst du das Leben. Seine Höhen und Tiefen. Momente unbändiger Freude, aber auch schwerer Schicksalsschläge. Du schlägst auf dem Boden der Tatsachen auf und verlierst deine schwer erkämpfte Hoffnung. Aber auch das braucht das Leben, weil man ohne die traurigen Erlebnisse nicht lernt die schönen Momente zu schätzen. Und von denen gibt es einige. Auch wenn man nicht dran glaubt. Es gibt sie. Und wenn man sich mitten in einem befindet, dann muss man ihn voll und ganz auskosten. Sagt euch nicht, dass ihr euer Leben nicht beeinflussen könnt, ihr könnt es. Viele sagen sich: "Das Leben ist wie ein Kartenspiel, das Schicksal mischt die Karten und wir spielen." So ist es, wir spielen. Aber lasst euch doch nicht die Karten aus der Hand nehmen, mischt selbst. Ich sage mir immer: "Wer denkt Kartenspiele sind Glücksspiele, der kann nicht richtig mischen." Und deshalb sage ich euch. Mischt euch die Karten selbst, und dann spielt. Es ist euer Leben. Und es sind eure Entscheidungen die euer Leben prägen. Und wenn ihr euch in völliger Dunkelheit wiederfindet, dann folgt jedem Zeichen das ihr bekommt. Und vergesst nicht ein Licht am leuchten zu halten. Ein Licht das euch zeigt wie es weitergeht und wo ihr weitergehen müsst. Ein Licht das euch zeigt das ihr immer noch am Leben seid. Denn ihr müsst am Leben bleiben. Nehmt in eurem Leben alles mit was ihr könnt. Jedes Lächeln das ihr bekommt und jede Träne die ihr weint. Sie erzählen eure Geschichte. Denn das Leben kann so schnell vorbei sein. Und genau das ist der Grund weshalb man leben soll. Man weiß nie wann es vorbei ist. Und deshalbe sage ich euch: Lebt euer Leben. Und wenn ihr an eine Stelle kommt in der ihr nicht weiter wisst, dann lasst euch helfen. Ihr habt immer jemanden an eurer Seite. Jemand der sein Leben mit dir Lebt. Und der dich auch in seinem Leben lässt. Du hast einen Platz im Leben eines Anderen. Und das soll ein Ansporn sein leben zu wollen. Denn sonst reißt ihr ein Loch in das Leben des anderen. Ein Loch in dem nurnoch Erinnerungen stecken. Und wenn in deinem Leben so ein Loch klafft. Dann nimm die Erinnerungen in dich auf. Solange du nicht vergisst wer sie dir geschenkt hat, solange lebt diese Person in dir weiter. Und du auch in ihr.

Und wenn du an einen Punkt kommst, an dem du sagst: Ich kann nicht mehr. Dann solltest du immer den gleichen Satz im Ohr haben: " Das Atmen lohnt sich trotzdem, da das Schicksal niemals jemanden verschont. Denn das Leben misst sich nicht an den Atemzügen die du tust, sondern an den Momenten die dir den Atem geraubt haben.  Und diese Momente haben dir einen Platz im Leben anderer Menschen gegeben. Menschen die dich brauchen.
Die Straße ist nicht immer eben. Und wenn du dir sicher bist das es der richtige Weg ist, dann überlege dir: Bist du denn überhaupt der richtige Mensch für diesen Weg? Dein Weg wird nicht der einfachste sein, aber sei dir bewusst es wird der richtige sein. Nimm jeden Stein den man dir in den Weg legt auf und baue daraus etwas. Dein Weg wird auch nicht der schnellste sein, aber du wirst vielen Menschen begegnen. Menschen mit denen du leben kannst. Menschen die das Leben lebenswert machen. Und wenn du auf diesem Weg bist und ihn voller Überzeugung gehst. Dann bist du am Leben..

Freitag, 5. Oktober 2012

Ein Stück vom Weg

An: Jeden der seinen Weg gehen will. und an mich, der ihn sehen will.

Da sitzen. Nicht wissen was man tun soll. Das sture ankämpfen gegen die aufkommenden Zweifel. Das ohrenbetäubende ticken der Uhr. Ohne ein Ziel vor Augen zu haben. Der sinnlose Versuch alles zu vergessen. Die Geräusche, das Licht. Alles. Und dann die Frage: Wofür?
Was soll das eigentlich? Ohne einen Grund blendet man alles aus. Man möchte alles machen. Und doch nichts. Die ganze Welt auf dem Rücken tragen, nur um am Ende zusammen zu brechen. Es scheint als ginge es um die Ewigkeit. die Ewigkeit allein. Und der Zwang sie zu beenden. Doch das geht nicht. Dann kommt es wieder. Das elende Gefühl alleine zu sein. Zuerst sagt man sich das es der Grund für alles  ist, doch dann ist es die Folge. Und schließlich verliert man was man behalten wollte. Und das einzige was bleibt sind aufgerissene Augen von Tränen geflutet, ein halbes Glas Mut und ein paar Zeilen.

Was dann? Ich kann versuchen ein Paar Sätze zu finden, doch die können weder heilen noch retten. Du stehst da auf einem Fleck. Unbekanntes Land. Alleine. Kraftlos, ohne Antrieb. Du krallst dich mit aller Kraft fest, an dem was du noch hast. Solange, bis du nichts mehr hast. Und dann ist es zu spät. Zu spät etwas zu ändern. Du bleibst für immer alleine auf diesem dir unbekanntem Fleck stehen. Sie kommen wieder, die auf dich einschlagenden Vorwürfe, und im Fallen fragst du dich: Was wäre wenn? Was wäre wenn ich losgelassen hätte?
Es wäre der erste Schritt gewesen. Der erste Schritt der dich Richtung Ziel führt. Ein Ziel das verborgen bleibt, solange bis du es erreichst. Und um da hin zukommen musst du mit dir selbst klar kommen. dann kann jedes Wort helfen. Jedes Wort ist ein Stück von deinem Weg. Der Weg den du alleine zu ende laufen musst. Doch wie geht das, wenn ich alles verloren habe?
Die Wahrheit ist... ich weiß es nicht. Das muss jeder von euch selbst herausfinden. Doch was ich sagen kann ist: Egal wie verflochten der Weg ist. Egal ob er dich in ein Labyrinth voller Gefühle führt oder ins absolute Chaos. Egal ob er dich in die Dunkelheit führt und dir all deine Hoffnungen raubt. Denke daran das selbst in den dunkelsten Momenten, von Schatten verschluckt, immer noch Hoffnungen zu finden ist. Hoffnung. Jeder von uns trägt sie bei sich, immer. In seinem Herzen. Und wenn man nicht vergisst auf sein Herz zu hören, dann kann man weitergehen. Den dein Herz bleibt stark gegenüber allen Gedanken. Wie ein Kampf zwischen Herz und Verstand, über dessen Ausgang schlussendlich du bestimmst. Und mit der richtigen Entscheidung kommst du deinem Ziel näher, jede richtige Entscheidung ist ein Stück von deinem Weg.
Doch vielleicht läuft das alles nicht so wie du es dir gedacht hast. Vielleicht gerät alles außer Kontrolle und du findest dich ohne Selbstvertrauen wieder. Lass dich davon nicht beirren. Du musst die Selbst ins Gesicht sagen das du weitergehen musst. Immer weiter. Auch wenn jeder schritt noch so schmerzt. Jedes Stück das du hinterdich bringst, führt dich an dein Ziel. Und wenn du dein Ziel aus den Augen verlierst, und du völlig kraftlos zurück blickst. Fragst du dich dann ob es das Wert war? Die Antwort solltest du eigentlich schon kennen. Ja! Das war er Wert. Jedes Stück von deinem Weg hilft dir. Auch wenn dein Ziel im Nebel verschwindet. Wenn die Nebelschwaden sich langsam um alles legen, und all deine Bemühungen verschlucken, dann geh weiter. In den Nebel rein wenn es sein muss. Zeig das du nicht schwach bist. Zeig das du die Kraft hast deinen Weg zu ende zu gehen. Und das es dir wichtig ist.

 Alles was du zu deinen Gunsten änderst. Alles, für das du dich einsetzt. Und alles wofür du kämpfst wird dir den Weg zeigen. Und jede Tat, jedes Wort, und jedes Lachen sind ein Stück vom Weg. Doch gehen musst du ihn. Und wenn nichts mehr hält. Dann bleib nicht stehen.
Du musst weitergehen..

Sonntag, 16. September 2012

Wenn morgen die Sonne scheint...

An: Die Welt da draußen, und an mich hier drinn.

Uns wird alles egal. Niemand interressiert sich mehr dafür. Keiner will mehr wissen, was da eigentlich passiert. Es betrifft uns ja nicht...noch nicht. Jeder versucht dankbar zu sein, für das was er hat. Doch die meisten wissen nicht was dahintersteckt. Es wurde zu einer Selbstverständlichkeit, der irgendwer den Namen "Leben" gegeben hat. Und wir vergessen die andere Seite. Wir sehen nurnoch was wir sehen wollen. Und wir hören auch nurnoch, was wir hören möchten. Und trotzdem ist jeder der Meinung: Ich lebe, wie ich es soll. Aber was ist da dran?


Wir leben in unserer "perfekten" Welt und Nebenan endet gerade vielleicht eine. Mit dieser Welt auch ein Leben. Und nicht mit jedem Atemzug kommt ein neues. Die meisten von uns wissen garnicht, was da eigentlich passiert. Sie wissen nicht was um sie herum passiert. Sie ignorieren die andere Seite des Lebens. Und dann schlafen sie friedlich ein, weil Morgen die Sonne scheint.

Die Sonne, die uns ein weiteres mal ihr Licht schenkt. Uns, die wir es nicht mehr beachten.
Wenn Morgen die Sonne scheint, dann kann alles nicht so schlimm sein.
So betrachten viele das Leben. Solange die Sonne wieder aufgeht, solange kann ich machen was ich will.
Aber irgendwann wird sie es nicht mehr tun! Irgendwann wird sie für immer untergehen. Und wenn wir erst dann merken, was wir gemacht haben, dann ist es zu spät. Und deshalb müssen wir merken dass, auch wenn Morgen wieder die Sonne aufgeht, wird es nicht besser. Es ist wie ein Hilfeschrei, den niemand hört. Doch was dann? Dann werden die Meschen anfangen zun Spenden, ihr Friede wird ihnen das Wert sein. Doch auch dadurch wird es nicht besser. Wir müssen den Hilfeschrei war nehmen, darauf reagieren. Wir müssen unsere ohne hin schon zerstörte Welt vor dem sicheren Untergang bewahren. Und das geht nur wenn jeder von uns, verdammt nochmal etwas in die Hand nimmt. Mit der Überzeugen etwas ändern zu wollen. Das Leben das wir gelebt haben müssen wir ausseracht lassen. Wir müssen uns um diejenigen kümmern die unsere Hilfe brauchen, die die auch uns Helfen würden. Wir müssen etwas ändern. Und trotzdem wird es Meschen geben, die sich weigern werden. Diese Menschen frage ich: Ist es der Glaube an die gemeinsame Sache der uns trennt, oder ist es nur das ihr nich glauben wollt. Das ihr nich daran glauben wollt, das wir etwas ändern können.
Wollt ihr so weiter leben?

Es ist nicht einfach, aber wenn wir es geschafft haben unsere Welt zu zerstören, dann können.. dann müssen wir es Gemeinsam auch schaffen sie zu retten. Jeder von uns ist verantwortlich für das was mit unserer Welt passiert. Und jeder von uns muss sich selbst davon überzeugen: Ich will was ändern.
Man muss nicht gleich die Welt retten wollen. Alleine kann man das nicht. Aber man sollte darüber nachdenken, was man getan hat und wie man etwas ändern kann. Denn jede kleine Änderung ist ein Schritt richtung Ziel.

Doch dann fängt man an etwas zu ändern. Und plötzlich hast du alle gegen dich. Du versuchst sie dazuzubringen dir zu helfen. Doch sie wollen nicht. Und dann findest du dich wieder in deinem Leben, in einer kaputten Welt. Doch lass dich davon nicht unterkriegen. Denn wenn du weiterkämpfst wirst du dir Respekt verdienen. Du wirst deinen Gegnern zeigen das du etwas ändern kannst. Und das du es auch wirst.
Du wirst dafür sorgen das du friedlich schlafen kannst, das andere schlafen können. Du wirst mit all denen die dir auf deinem Weg begnenen werden, dafür sorgen das die Sonne morgen wieder scheint. Und dann kommt jeder zurück. Zurück zu dieser Selbstverständlichkeit, und dann nennst du es.... Leben.

Donnerstag, 6. September 2012

Kopf Hoch & Arsch In Den Sattel

An: Alle, die Hilfe suchen. und an mich, der sie anbieten will.

Und plötzlich findet ihr euch auf dem Boden der Tatsachen wieder. Eben noch seid glücklich und zufrieden gewesen, doch dann schlägt es auf euch ein. Diese unsichtbare Kraft der Enttäuschung under Traurigkeit. Ein Gefühl das man am liebesten sofort in die Tonne treten würde. Es schlägt von allen Seiten auf auf dich ein, du weißt nich wohin du fliehen sollst und bekommst keine Luft mehr. Es wird kalt und dunkel. Und auf der Suche nach einem rettenden Licht findest du nur noch mehr Hindernisse. Etwas das dich zögern lässt, etwas das dir die Kraft nimmt weiter zu machen. Als ob man deine Füße einbetoniert um dich am laufen zuhindern. Als wolle man dich mit aller Kraft in den hintersten Ecken deiner Gedanken verkümmern lassen. Und dann fühlt man sich einsam und verloren. Man weiß nicht mehr was man tun soll. Weil die schlechten Gefühle die Oberhand gewinnen. Sie ergreifen Besitz von deinen Gedanken und zerren an deinen Nerven, bis sie endlich reißen. So fühlt sich das an. Und es ist verdammt schwer dieses Gefühl wieder loszuwerden. Die meisten glauben schon garnicht mehr daran es loswerden zu können. Diese Leute verzweifeln und versinken noch tiefer in diesem Strom aus schlechten Gefühlen. Sie schwimmen mit dem Strom. Ein Sprichwort sagt aber: Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom.

Aber was heißt das? Ich sehe es als Aufforderung etwas anders zu machen, etwas zu ändern. Eine Aufforderung gegen den Strom zu schwimmen. Sich nicht von seinen schlechten Gefühlen und Gedanken überschwemmen und mitreißen lassen. Das ist der wichtigste Schritt. Und dann sagt man sich: Kopf Hoch & Arsch In Den Sattel.
Den Satz hat jeder schon mal gehört.Wie oft benutzt man diesen Satz um Freunde aufzuheitern? Sie wirken wie ein Kick, wie ein Adrenalinschub, der dir versucht klar zumachen, dass du dich nicht aufgeben sollst. Es ist so einfach diese Wörter zusagen. Aber wenn man in der Situation ist, in der man sie selbst braucht, haben sie plötzlich eine ganz tiefe Bedeutung.
 Ich habe den Satz im zusammenhang mit einem Lied kennengelernt. Das ist auch vielleicht der Grund warum ich mich mit Musik aufheitere. Musik ist einfach unglaublich ausdrucksstark. Wenn man weiß wie, ist das Aufheitern eigentlich ganz einfach. Zum Beispiel singen Jupiter Jones in ihrem Lied: "Zurück ins Licht, der Sonne entgegen. Ist es kalt da wo du stehst, dann fang an dich zu bewegen.
Ich glaube damit ist gemeint dass: Egal was passiert ist und egal wie viel Scheiße passiert ist, es nur besser werden kann wenn man etwas dagegen macht. Wenn man etwas dagegen machen will. Das erste was man macht wenn einem kalt ist: Man fängt an sich zu bewegen. Etwas das zeigt, dass man noch klar denken kann. Das immernoch die Chance besteht etwas zuändern. Es zeigt dass man aus der dunklen und kalten Gefühlswelt in die Sonne treten will. Und das man es kann. Wenn man nur mit jemandem darüber redet oder darüber schreibt, man macht den ersten Schritt richtung Sonne. Und wenn man in der Sonner steht, dann steht man im Licht. Auf einmal vergisst man alles um sich herum. Man genießt die Wärme und die Sonnenstrahlen.Und dieses Licht und seine Wärme haben eine unglaubliche Wirkung. Sie reißen dich aus deinem Strom, sie geben dir einen Schub in die andere Richtung. Und wenn man dann weiter schwimmt, dann kann man gegen den Strom ankommen. Egal wie stark er ist. Wenn man überzeugt ist dass man etwas ändern will, dann hat man die Kraft gegen den Strom zu kämpfen. Und am Ende wartet jemand auf euch der euch aus dem Wasser zieht, euch wärmt und euch zeigt das ihr nicht egal seid, sondern das es wichtig ist dass ihr gegen den Strom gekämpft habt. Jemand dem ihr wichtig seid. Er wird euch zurück ins Licht holen.
 Jemand der euch sagt: Kopf hoch & Arsch in den Sattel...

Samstag, 1. September 2012

Mit dem Regen

An: alle die mit dem Regen gehen, und an mich, der mit ihm tanzt.

Und plötzlich sitzt man da im Zug. So ging es mir heute jedenfalls. Ich saß im Wagon um jemanden zu besuchen und ehe ich mich versah hatte ich fast den Ausstieg verpasst. Der Grund dafür war wahrscheinlich: Ich hatte meinen MP3-Player vergessen und saß am Fenster. Und was macht man dann. 4 Stunden nur rumsitzen? Nicht mit mir. Für mein Umfeld sah es zwar so aus als ob ich nur auf meinem Platz sitzen würde. Aber in meinen Gedanken war ich schon wieder ganz woanders:


Es hat geregnet und ich hab mir aus Langeweile die Regentropfen am Fenster angeschaut. Ich weiß nicht wie es euch bei so etwas geht, aber mich entspannt es einfach. Ich brauche dann auch keine Musik zuhören, die spielt sich eh in meinem Kopf ab. Aber was noch schöner ist: Meine Gedanken gehen automatisch auf eine Reise. Keine Ahnung wohin, sie haben auch kein Ziel oder ähnliches, aber sie machen sich auf einen Weg. Da können sich die Mitfahrer auf den Plätzen neben mir noch so laut aufregen oder streiten. Ich bleibe in meinen Gedanken versunken und bemerke das nicht einmal. Dabei ist es son einfach, das Nachdenken. Man braucht nur sine Ruhe. So wieder jeder sie auf seine Weise am besten findet. Ob mit Musik, einem Bild oder einfach nur einem Ausblick. Es ist so einfach, und kann doch so viel wert sein. Mit jedem dahinfließenden Tropfen überlege ich mir was ich eigentlich mache. Wer ich bin, oder wer ich sein will. Da kann schnell mal die Frage aufkommen, bin ich der, der ich sein will? Oder bin ich nur eingesperrt in einem, von meinem Umfeld geformten, Äusseren? Oder man fragt sich wie man auf sein Umfeld wirkt. Unscheinbar? Aufällig? Bin ich jemand von dem man denkt das mein Umfeld mich braucht? Oder bin ich einfach nur da? So denke ich meistens über mich. Ich bin einfach nur da. Vielleicht denkt der ein oder andere von euch: Japp, so gehts mir auch. Dann denkt auf garkeinen Fall das ihr unwichtig seid. Lasst euch gesagt sein: Ihr seid die wichtigsten. Warum aber sind die Unscheinbaren die Wichtigsten? Ich glaube da verhällt es sich wie mit den Regentropfen oder Schneeflocken. Ein paar sind besonders aufällig. Aber in kleinen Häufchen schmilzt der Schnee sehr schnell wieder weg. Oder ein Regenschauer: Der kann auch nicht entstehen wenn man nur ein paar große Tropfen hat. Denn er braucht alle Tropfen. Und was wirkt schon aufällig, wenn es keinen Kontrast gibt. Wenn es nur noch aufälliges auf der Welt gibt, dann ist plötzlich alles Aufällig. Nur durch die Anwesenheit von etwas unscheinbarem kann etwas Aufälliges auch aufällig wirken. Deshalb bin ich der Meinung das wir, die wir einfach nur da sind, die sind die unser Umfeld zu dem machen, was es ist. Und deshalb haben auch wir die Möglichkeit zu ändern, was geändert werden muss. Irgendwie ist das ja schon etwas komisch, oder? Die Unscheinbaren sollen etwas verändern können. Aber ich kann aus eigener Erfahrung sagen: Ja, es funktioniert.
Und mir persönlich macht es auch Freude. Ein Gefühl, das ich nicht so recht beschreiben kann, überkommt mich jedesmal wenn ich da sitze und nachdenke. Ich glaube dieses Gefühl sagt mir, dass das was ich mache, das Richtige ist. Und ich bin verdammt nochmal dankbar dafür, das ich so sein kann wie ich bin, und ich selbst die Möglichkeit habe das zu werden, was ich werden möchte. Und ich sage auch zu jedem der das hier ließt: Egal zu wem du gehörst, egal ob zu den Aufälligen, zu den Unscheinbaren oder vielleicht zu etwas ganz anderem, du hast die Chance etwas zu bewegen. Und diese Chance sollte man nutzen..